Schon seit Jahren ist dieser Wettkampf unser Start ins Drachenbootjahr.
Die lang erwartete, alljährliche Reise wurde wie immer akribisch
vorbereitet:
Teamanmeldung getätigt, Zugverbindungen rausgesucht,
Übernachtungsmöglichkeiten gebucht, Tisch fürs Abendessen reserviert und
natürlich auch eine Whats App Gruppe zum Koordinieren der mitzubringenden
Speisen gegründet.
Am 8. Januar konnte es dann endlich losgehen.
Traditionsgemäß beginnt die Veranstaltung für uns schon im Zug.
Noch während dieser gerade erst aus dem Bahnhof fährt, werden die meisten
Proviantpäckchen ausgepackt. Für so einen Indoor-Cup wird schließlich jedes
Pfund gebraucht. Und so gab es auch dieses Jahr wieder jede Menge
selbstgemachte Leckereien: ca. anderthalb Zentner Klopse, gut zwei Liter
Rumtopf, 3 Liter Apfelsaft, 200 Schnitzelchen, Würstchen, Wings …
und natürlich auch Kuchen. Bis auf die vergessenen Kekse war wirklich alles
da.
In diesem Jahr hatten wir ein richtig starkes Frauenteam gemeldet. Das
hatten aber auch noch einige andere Vereine getan. Eine gute Strategie
musste also her um unsere Kräfte optimal einzusetzen. Diese Strategie gab
es natürlich schon lange und so konnten die Kämpfe beginnen.
Natürlich nicht ohne Erwärmung. Im Gleichtakt hopsten und boxten wir zur
Musik, dass jede „Medizin nach Noten“-Tanzgruppe neidisch geworden wäre.
Vielleicht waren wir sogar das anmutigste Team in der Schwimmhalle. Auf
jeden Fall aber das am Besten versorgte.
Nach ein – zwei weiteren Klöpschen, stürzten wir uns gut aufgewärmt und
motiviert auf die Gegner.
Unsere mitgereiste Fangemeinde unterstützte uns derweilen nicht nur durch
kräftiges Anfeuern vom Beckenrand, sondern bot auch noch einen klasse
Videomitschnittservice, natürlich beidseitig.
Während wir uns beim ersten Kampf noch ein wenig schwer taten und bis
zum Sieg 27 Sekunden brauchten, half neben den motivierenden Worten der
Trainerin auch die Auswertung der Videos, dass die Gegnerinnen im zweiten
Lauf schon nach 15 Sekunden überwältigt waren.
Die Euphorie war groß. Die mitgebrachten Fressereien ließen die
Energiereserven stets aufgefüllt. Das Halbfinale schien zum Greifen nah.
Der dritte Lauf, welcher dies entscheiden sollte, brachte uns noch einmal
jede Menge Adrenalin…und einen erneuten Sieg – sowie anschließend ein
paar Schnitzelchen.
Lediglich im Halbfinale selber mussten wir uns nach dem längsten Kampf des
Tages (in der Frauenwertung) den Rostocker Seebärinnen geschlagen geben.
„Kleines Finale“ war angesagt. Mit etwas „Wut“ und ein paar Käsehäppchen im
Bauch, vor allem aber mit ganz viel Kraft konnten wir dieses dann klar für
uns entscheiden.
Die Siegerehrung – gleich am Beckenrand noch im Boot – bescherte uns nun
also einen Pokal für den wohlverdienten, dritten Platz.
Diesen nervenaufreibenden Tag ließen wir dann – wie könnte es anders sein –
beim Essen ausklingen.
Unser Stammlokal für dieses Event wurde gemeinsam geentert und wir wurden
wieder mal nicht enttäuscht. Bei Buntbarsch, Lachs und Dorsch und dem einen
oder anderen Fischergeist wurden die Rennen noch einmal ausgewertet.
Diesmal sogar ganz ohne „Tischfeuerwerk“.
Müde aber glücklich ging unsere Reisegruppe Popgymnastik schließlich zu
Bett.
Alle Teilnehmer sind sich einig: Das machen wir nächstes Jahr wieder.
Vorausgesetzt, es gibt genug zu Essen.
Eure Ghostdragons