GHOSTDRAGONS & PINK DRAGONS

1. Hallescher Drachenbootverein

XI. Dresdner Schlössercup

Drachenboot Wettkampf Dresden 2016 – Wahrnehmungen eines Paddlers

 

 

Achthundert Meter
Elbe. Einzelstart mit kleinen Abständen. Wir sind erst ziemlich zum Schluss an der Reihe. Von den anderen Teams bekomme ich kaum etwas mit. Im Maschinen-Raum sieht man so schlecht. Fünfte Bank! So zentral habe ich in einem Rennen noch nie gesessen. Dann geht es auch schon los! 52er Frequenz. Gegen die Strömung – bis zur Wende-Boje. Rum das Ding! Volle Hütte zurück zum Ziel! Durchpusten und zurück zum Steg. Wir gruppieren ein wenig um. Die Mannschaft aus Wien neben uns liegt erstaunlich hoch im Wasser – offensichtlich ist man aus taktischen Gründen die 800 m „leicht“ gefahren. Nicht ohne Erfolg – Platz 1, so höre ich. Die dritt-beste Zeit gehört uns – um wenige Sekunden! Fühlt sich ganz gut an. Der „Wasser“-Arm meldet Belastung – aber das kenne ich schon von den Vorjahren. Nachher – auf der langen Strecke – werde ich davon nichts mehr spüren!

 

 

Achttausend Meter
Fliegender Massen-Start. Nur das Boot vom „Paddelkombinat“ darf vor dem Start-Signal nicht überholt werden. Als „Schlusslicht“ über die 800 m dürfen sie als erstes auf den langen Kanten. 4000 Meter die Elbe abwärts – 4000 Meter gegen die Strömung zurück. Das Wiener-Boot ist offensichtlich jetzt auch voll besetzt. Aus einem „ruhig, ruhig“ wird plötzlich ein „e-i-n-s, z-w-e-i – 1, 2, 3, 4, … und schon sind wir mittendrin. Links ein Boot, an dem sich unser voll besetztes Boot zäh Bank für Bank vorbeiarbeitet. Mehrmals kommen sich beide Drachenboote sehr nahe. Immer weiter paddeln! Gleich rechts von uns muss ein weiteres Boot sein – ich kann die Kommandos hören. Wir unterqueren die Brücke „Blaues Wunder“. Keine Ressourcen zum Schauen! 48er Frequenz. Streckenschlag. Lang und kraftvoll ruft Trommlerin Katja. Immer wieder! Gut so! Dann die Wende. Wir bleiben rechts von unserem Nachbarn. Der bekommt es mit einem scharfen „Wender“ zu tun. Die beiden Boote geraten ineinander. Eine gute Gelegenheit, rechts davon Abstand zu gewinnen. E-i-n-s, z-w-e-i, d-r-e-i! Plötzlich tauchen die Lokal- Matadoren vor uns auf. Die Dresden-Bulls machen Druck. Die anderen Boote drehen bald ab Richtung linkes Elbe-Ufer und werden in enge Kämpfe verwickelt. Die Dresdner bleiben auf geradem Kurs. Sicherlich kennen sie ihr Revier – die Route kann so schlecht nicht sein. Also hinterher! Irgendein ziemlich großes Schiff kommt entgegen und macht mächtig Wellen. 48 – die Frequenz hält! Jetzt beginnt der wirklich harte Teil. Das „Blaue Wunder“ will und will nicht näher kommen. E-i-n-s, z-w-e-i, d-r-e-i! Steuermann Frank meldet reduzierten Abstand zu den Bulls. Ran an die Welle. Da muss doch noch etwas gehen! Unser Boot bleibt dran an den Bulls – weiter Richtung linkes Ufer. Ganz weit steuerbord tauchen Boote auf. Sind da etwa die Wiener mit dabei? Gibt’s doch gar nicht! Endspurt! Alles anblasen! Der zweite Platz gehört uns! Ein geiles Rennen!

 

 

 

 

Auch der XI. Dresdner Schlössercup war ein gelungener Wettkampf für die Ghostdragons. Wir danken den Dresdner Bulls für die reibungslose Organisation samt gelungenem Ablauf. König August führte charmant und mitreißend durch den restlichen Tag, denn neben dem Rennen standen noch die Dragolympischen Spiele auf dem Plan. Hierbei galt es wie jedes Jahr verschiedene Disziplinen zu meistern, zb. Paddel Weitwurf, Ping Pong mit Paddel oder das traditionelle Bierkasten stapeln.

In der Gesamtwertung holten wir den 2. Platz hinter den Dresden Bulls, das schreit nach einer Revange.

Wir freuen uns aufs nächste Jahr!!!.

 

Eure Ghostdragons